Collaborative Community

Prinzipien lassen sich beschreiben und auch erfahrbar machen.

Die Co-Co Tools machen Teile von Collaborative Community praktisch nutzbar. Jedes funktioniert für sich, und wo es sinnvoll ist, lassen sie sich verbinden.

Du hast 3.000 Dokumente, Notizen und Gespräche gesammelt und möchtest herausfinden, was davon für eine aktuelle Frage wichtig ist.

Oder du stehst vor 30 Menschen und möchtest nicht nur eine Präsentation abspielen, sondern mit ihnen wirklich an etwas arbeiten.

Oder du stellst eine Frage in den Raum und bekommst 30 unterschiedliche Antworten. Jetzt möchtest du verstehen, was darin steckt, wo Gemeinsamkeiten liegen und welche Unterschiede zählen.

Oder mehrere Menschen arbeiten über Monate an einem gemeinsamen Vorhaben. Irgendwann stellt sich die Frage, wer eigentlich was beigetragen hat, was daraus entstanden ist und wie die Beteiligten davon profitieren.

Das sieht zunächst nach völlig unterschiedlichen Problemen aus. Vielleicht haben sie aber etwas gemeinsam.

In all diesen Situationen müssen Menschen Orientierung gewinnen, ohne dass vorher schon alles geordnet und entschieden sein kann. Und es müssen unterschiedliche Dinge miteinander verbunden werden: Gedanken mit anderen Gedanken, Wissen mit aktuellen Fragen, Menschen mit gemeinsamen Anliegen, Einwände mit Entscheidungen, Beiträge mit dem Nutzen, der daraus entsteht.

Diese Verbindungen sollten nicht starrer sein als nötig. Ein Dokument kann heute für eine Frage wichtig sein und morgen für eine andere. Ein Mensch kann sich intensiv in ein Projekt einklinken und sich später wieder zurückziehen. Eine Gruppe kann für eine Entscheidung eine gemeinsame Ausrichtung brauchen, ohne deshalb dauerhaft in allem übereinzustimmen. Gebraucht werden Verbindungen, die sich herstellen, verändern und wieder lösen lassen, also lose Kopplung. Und Möglichkeiten, wahrzunehmen, was bei uns selbst, bei anderen und zwischen uns passiert, also Resonanz.

Dahinter steckt eine einfache Vorstellung. Menschen sollen selbst handlungsfähig bleiben und erleben, dass das, was ihnen wichtig ist, Raum bekommt. Gleichzeitig wollen wir miteinander erreichen, was keiner allein erreichen würde. Es braucht also Raum für das Eigene und Raum für das Gemeinsame.

Wo die Werkzeuge ansetzen

An unterschiedlichen Stellen dieser Bewegung setzen die Co-Co Tools an. Manche beginnen beim Einzelnen, andere bei der Gruppe.

ThoughtSpace

Unterstützt den eigenen Denk- und Orientierungsraum. Was beschäftigt mich, wo stehe ich, und was könnte mein nächster sinnvoller Schritt sein?

↳ Eigenraum · Zum Werkzeug

Notes

Senkt die Schwelle, damit Gedanken überhaupt Form bekommen und später anschlussfähig werden. Nicht alles muss beim Entstehen schon seinen Platz kennen.

↳ Eigenraum und Wissensraum

Studio

Erschließt, was du schon geschrieben und gesammelt hast. Quellen, Fragen und Anker lassen sich immer wieder neu in Beziehung setzen, ohne dass vorher alles geordnet sein muss.

↳ Wissensraum · Zum Werkzeug

Presenter

Macht Eigenes für andere anschlussfähig. Material wird nicht nur gezeigt, sondern in einen gemeinsamen Wahrnehmungs- und Denkraum gebracht.

↳ Resonanzraum · Zum Werkzeug

Interactive

Bezieht die Gruppe ein. Macht unterschiedliche Wahrnehmungen und Resonanzen sichtbar, lässt Unterschiede stehen und hilft, daraus gemeinsame Orientierung und nächste Schritte zu gewinnen.

↳ Resonanzraum und Ausrichtungsraum · Zum Werkzeug

ValueSpace

Bringt Beiträge, Nutzen und Wertschöpfung miteinander in Beziehung. Wer trägt was bei, was entsteht daraus, und wer profitiert auf welche Weise?

↳ Wertschöpfungsraum

Die Werkzeuge lösen unterschiedliche praktische Aufgaben. Dass sie dabei an manchen Stellen ähnlich funktionieren, ist kein Zufall. Dahinter steht dieselbe Frage, mit der Collaborative Community beginnt:

Wie können wir selbst lebendig und handlungsfähig bleiben und miteinander noch handlungsfähiger werden?

Eigenständig und anschlussfähig

Auch die Werkzeuge untereinander sind lose gekoppelt. Studio lässt sich sinnvoll nutzen, ohne ThoughtSpace zu verwenden, und Presenter funktioniert als eigenständiges Werkzeug. Wo es sinnvoll ist, lassen sie sich verbinden.

Dasselbe gilt für das Verhältnis zum Ansatz. Eine Collaborative Community kann ganz ohne diese Werkzeuge entstehen. Zu einer wird eine Gruppe durch die Art, wie sie zusammenarbeitet, und ein Werkzeug kann dabei höchstens helfen.

Ein Werkzeug kann ein Prinzip unterstützen, garantieren kann es dafür nichts. Setzt man es gegen seine eigene Logik ein, untergräbt es das Prinzip womöglich sogar.

Externer Bereich

Die Co-Co Tools entdecken

Hier auf der Website steht die größere Architektur mit den Gedanken dahinter. Wie sich Teile davon ganz praktisch anfühlen und nutzen lassen, zeigen die Werkzeuge auf co-co.space.

Zu co-co.space →