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Perspektivraum

Wissensraum

Hier entsteht eine erkennbare eigene Denkwelt – sie trägt weiter als möglichst viel Wissen oder eine vollständige Ordnung.

Die Hypothese

Wer sich in der eigenen Denkwelt besser orientieren kann, erkennt auch klarer, was anschlussfähig ist und was er selbst beitragen kann.

Worum es geht

Wir bewegen uns in einer kaum überschaubaren Menge von Informationen, Ideen, Deutungen und möglichen Anschlüssen. Generative Werkzeuge haben diese Menge noch einmal vervielfacht.

Bevor der Wissensraum fragt, was wir gemeinsam wissen, fragt er deshalb:

Was hilft mir, in der Vielfalt eine eigene Orientierung zu entwickeln?

Ziel ist eine erkennbare Denkwelt: ein Zusammenhang, von dem aus sich einordnen lässt, was einem begegnet.

Zentrale Aufmerksamkeiten

  • Welche Themen beschäftigen mich tatsächlich?
  • Welche Begriffe, Erfahrungen und Perspektiven prägen mein Denken?
  • Was sind meine Ankerpunkte?
  • Wo verändert sich meine Sicht gerade?
  • Und wo entsteht in all dem eine Lücke im Lärm, in der etwas Wesentliches wieder erkennbar wird?

Anker statt Kategorien

Inhaltliche Metadaten tragen Bedeutung. Kernaussagen, Leitfragen, Schlüsselbegriffe und thematische Beziehungen bilden die Koordinaten eines Denkraums.

Ein persönlich oder gemeinschaftlich gewähltes Vokabular ist damit weit mehr als eine Tag-Liste. Es macht sichtbar, welche Unterscheidungen relevant sind und welche Fragen gestellt werden.

Perspektivwechsel

Ein Anker lädt dazu ein, zu erkunden, was sich aus einer bestimmten Perspektive in seiner Nähe befindet. Was dort gedacht wird, bleibt offen.

Aus demselben Informationsbestand können so für verschiedene Menschen verschiedene Wissenslandschaften entstehen. Diese Perspektivität ist die Voraussetzung dafür, dass Wissen überhaupt bedeutsam werden kann.

Gleiche Bedeutung, andere Worte

Texte können dieselben Begriffe verwenden und Unterschiedliches meinen. Andere können völlig verschiedene Formulierungen verwenden und denselben Gedanken tragen.

Nicht

Wo kommt dasselbe Wort vor?

Sondern

Was befindet sich gedanklich in der Nähe dessen, was mich gerade interessiert?

Das ist zugleich die Brücke zum Resonanzraum.

Wenn diese Perspektive zu dominant wird

Zu viel Wissensraum kann Handeln in immer weiterer Analyse auflösen. Irgendwann ist die Landkarte gut genug, und dann stellt sich die Frage, was daraus folgt.

Bezug zu anderen Räumen

Hier lässt sich Eigenes aus dem Eigenraum ausdrücken, festhalten und erkunden. Im Resonanzraum kann aus semantischer Nähe Begegnung werden.

Schlüsselbegriffe

OrientierungDenkweltAnkerSchlüsselbegriffeLeitfragenPerspektivitätsemantische NäheUrteilskraft