Wertschöpfungsraum
Hier geht es um Wirksamkeit und um Fairness – für die Beteiligten und über sie hinaus.
Die Hypothese
Kooperation braucht eine Form von Fairness und Wirksamkeit, die für die Beteiligten und über sie hinaus tragfähig ist.
Worum es geht
Menschen können angeregt miteinander sprechen, sich verbunden fühlen und sich gut verständigen – ohne dass daraus außerhalb dieses Austauschs etwas entsteht.
Es geht dabei um mehr als ein Ergebnis. Genauer lautet die Frage:
Wer trägt was bei, wer erhält welchen Wert – und bleibt das insgesamt stimmig?
Das darf von Moment zu Moment schwanken und muss nicht exakt symmetrisch sein. Wichtig ist, dass niemand dauerhaft nur gibt oder nur nimmt.
Zentrale Aufmerksamkeiten
- Wer trägt was bei?
- Wer erhält welchen Wert?
- Ist Geben und Nehmen insgesamt tragfähig?
- Können Menschen erleben, dass ihr Beitrag tatsächlich einen Unterschied macht?
- Und was entsteht für diejenigen, die gar nicht Teil der Community sind?
Wert ist relational
Wert entsteht in der Beziehung zwischen Beitrag und Bedarf. Er haftet also nicht am Produkt: Selbst eine hervorragende Leistung kann für jemanden schlicht irrelevant sein.
Damit schließt der Wertschöpfungsraum an den Resonanzraum an und führt über ihn hinaus: Dort kann etwas als bedeutsam erscheinen. Hier zeigt sich, ob daraus tatsächlich ein Unterschied entsteht.
Perspektivwechsel
Selbstwirksamkeit ist die Brücke: Mein Beitrag bleibt im Kollektiv erkennbar – und zugleich entsteht aus dem Zusammenspiel etwas, das ich allein nicht hätte hervorbringen können.
Der Blick über die Community hinaus
Dieser Raum richtet den Blick auch nach außen, über die Beteiligten hinaus.
Nicht
Profitieren alle Beteiligten ausreichend?
Sondern
Was entsteht durch uns für Kunden, Adressaten, Umfeld, Gesellschaft – und ist das vertretbar?
Kooperation soll verbinden – und darüber hinaus wirksam, fair und für andere anschlussfähig wertvoll sein. Eine Community, die intern hervorragend funktioniert und nach außen extraktiv wirkt, hätte diese Perspektive verfehlt.
Wenn diese Perspektive zu dominant wird
Zu viel Wertschöpfungsorientierung kann Beziehungen instrumentalisieren. Wenn jeder Austausch daraufhin geprüft wird, was er einbringt, verschwindet genau das Zweckfreie, aus dem oft das Interessanteste entsteht.
Messbarkeit und Lebendigkeit vertragen sich. Messbarkeit kann Lebendigkeit aber verdrängen, wenn gemessen wird, was leicht zu messen ist, statt dessen, worauf es ankommt.
Bezug zu anderen Räumen
Aus Orientierung im Ausrichtungsraum wird hier Handlung. Und im Meta-Perspektivenraum werden aus Wirkung Erfahrung und Lernen.
Schlüsselbegriffe