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Perspektivraum

Meta-Perspektivenraum

Dieser Raum liegt quer zu allen anderen. Er schaut auf das, was in ihnen geschieht – und auf die eigene Art der Kooperation.

Die Hypothese

Nur was sich selbst beobachten kann, kann Erfahrungen bewusst aufnehmen, Annahmen überprüfen und sich weiterentwickeln.

Quer zu allen anderen Räumen

Die fünf anderen Räume blicken auf die Kooperation. Der Meta-Perspektivenraum blickt auf das, was in ihnen geschieht – und auf die eigene Art zu kooperieren.

Perspektivwechsel

Auch unsere Art zu kooperieren ist nur eine vorläufige Lösung.

Zentrale Aufmerksamkeiten

  • Was geschieht bei uns eigentlich gerade?
  • Welche Muster wiederholen sich?
  • Was unterstützt Lebendigkeit und Handlungsfähigkeit – und was behindert sie?
  • Welche unbeabsichtigten Wirkungen entstehen?
  • Welche unserer Annahmen tragen noch?
  • Und was sollten wir verändern, vereinfachen oder loslassen?

Lernen ohne Selbstabsolutierung

Der Meta-Perspektivenraum hilft, die eigene aktuelle Ausgestaltung von der Wirklichkeit zu unterscheiden.

Das System muss sich selbst beobachten können, ohne sich selbst zum Maßstab zu machen.

Hierher gehören deshalb Reflexion, Retrospektiven, Feedback, Mustererkennung, Experimente und Nachjustierung.

So bleiben hilfreiche Strukturen beweglich und hilfreiche Heuristiken offen, bevor sie zu starren Routinen oder neuen Dogmen werden.

Wenn diese Perspektive zu dominant wird

Zu viel Meta-Perspektive kann das eigentliche Tun ersetzen. Eine Gruppe, die vor allem über ihre Zusammenarbeit spricht, arbeitet irgendwann nicht mehr zusammen.

Verbindung zu allen anderen Räumen

Dieser Raum wirkt auf alle anderen Perspektiven zurück. Eine Erfahrung im Wertschöpfungsraum kann dazu führen, eine ursprüngliche Intention neu zu prüfen, Wissen anders zu strukturieren, andere Resonanzen zu suchen, gemeinsame Orientierung zu verändern – oder das eigene Vorgehen grundsätzlich anzupassen.

Mögliche technische Konsequenzen

  • Retrospektiven und dokumentierte Lernschleifen,
  • Vergleich von Annahme und Wirkung,
  • Feedbackmechanismen,
  • Verlaufssichten,
  • Experimentdokumentation,
  • bewusstes Nachjustieren von Regeln oder Verfahren.

Jede dieser Formen ist eine Möglichkeit, die sich je nach Bedarf nutzen lässt.

Schlüsselbegriffe

BeobachtungReflexionMusterExperimentNachjustierungVorläufigkeitRückkopplungLernfähigkeit