Meta-Perspektivenraum
Dieser Raum liegt quer zu allen anderen. Er schaut auf das, was in ihnen geschieht, und dabei auch auf die eigene Art der Kooperation.
Hypothese
Was sich selbst beobachten kann, nimmt Erfahrungen bewusst auf und prüft seine Annahmen. Nur so entwickelt es sich weiter.
Quer zu allen anderen Räumen
Die fünf anderen Räume blicken auf die Kooperation selbst. Von hier aus sieht man, was in ihnen geschieht und wie wir dabei kooperieren.
Auch unsere Art zu kooperieren ist nur eine vorläufige Lösung.
Worauf dieser Raum achtet
Was geschieht bei uns gerade? Welche Muster wiederholen sich? Einiges stärkt Lebendigkeit und Handlungsfähigkeit, anderes behindert sie, und dazwischen entstehen Wirkungen, die niemand beabsichtigt hat. Bei manchen Annahmen ist unklar, ob sie noch tragen. Und irgendwann steht die Frage im Raum, was wir verändern, vereinfachen oder loslassen sollten.
Lernen ohne Selbstabsolutierung
Mit dem Meta-Perspektivenraum lässt sich die aktuelle eigene Ausgestaltung von der Wirklichkeit unterscheiden.
Das System muss sich selbst beobachten können, ohne sich selbst zum Maßstab zu machen.
Hierher gehören deshalb Reflexion, Retrospektiven, Feedback, Mustererkennung, Experimente und Nachjustierung.
Strukturen, die sich bewährt haben, bleiben so beweglich. Und Prinzipien bleiben offen, bevor aus ihnen Routine oder Dogma wird.
Wenn dieser Raum zu viel Gewicht bekommt
Zu viel Selbstbeobachtung kann das eigentliche Tun ersetzen. Spricht eine Gruppe vor allem über ihre Zusammenarbeit, hört sie irgendwann auf, zusammenzuarbeiten.
Verbindungen
Dieser Raum wirkt auf alle anderen zurück. Eine Erfahrung im Wertschöpfungsraum kann eine ursprüngliche Intention wieder in Frage stellen. Vielleicht muss dann Wissen anders geordnet werden, oder es braucht andere Resonanzen und eine veränderte gemeinsame Orientierung. Manchmal ändert sich das ganze Vorgehen, bis zurück in den Eigenraum.
Dass Strukturen sich so überprüfen und zurückbauen lassen, ist der Kern des Prinzips Entstehung ermöglichen.
Mögliche technische Konsequenzen
Technisch denkbar sind Retrospektiven mit dokumentierten Lernschleifen und Feedbackmechanismen. Annahmen lassen sich neben ihre tatsächliche Wirkung legen, Verläufe sichtbar machen und Experimente festhalten, und Regeln oder Verfahren können bewusst nachjustiert werden.
Das sind Angebote. Eine Gruppe nutzt davon, was sie gerade braucht.
Schlüsselbegriffe